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Mit Netz und doppeltem Boden: Zählerfernauslesung bei CentraPlus

Bei der Zählerfernauslesung überlässt die CentraPlus GmbH in Nürnberg nichts dem Zufall: Die tägliche Ablesung, Datenaggregation und -kontrolle sowie Datenbereitstellung für Tausende von Strom- und Gaszählern erfolgt hochgradig automatisiert – mit Argos.

Argos
Argos verfügt über eine große Bandbreite an Auslesezyklen

Die Aufgabe: Messdaten pünktlich und fehlerlos liefern
Die CentraPlus GmbH in Nürnberg ist ein Tochterunternehmen der ebenfalls in der fränkischen Großstadt ansässigen N-ERGIE Aktiengesellschaft. Im Auftrag der N-ERGIE Netz GmbH ist die CentraPlus für das Messstellenmanagement und die Ablesung von etwa einer Million Messgeräten aller Sparten verantwortlich. Unter anderem übernimmt das Unternehmen die Fernauslesung von etwa 7.500 Strom- und 500 Gaszählern und übermittelt die Daten für das tägliche Energiemanagement und für die monatliche Abrechnung fristgerecht an die N-ERGIE Netz GmbH. Dies ist nur möglich, wenn die Prozesse zuverlässig, regelkonform und hochgradig automatisiert ablaufen. Die B+K-Systemlösung für die Zählerfernauslesung erfüllt diese Anforderungen der CentraPlus.

Vier Kommunikationsserver zur Fernauslesung
Andreas Schmohl, Gruppenleiter Messwerterfassung RLM bei CentraPlus, kommentiert: „Wenn wir heute – trotz unterschiedlicher Fabrikate in unserem Zählerpark – kaum ‚Nacharbeit‘ leisten müssen, ist das vor allem der straffen Organisation im Prozess und der ausgereiften Systemlösung zu verdanken.“ Argos liest die Werte an Übergabestationen und aus Sondervertragskunden-Zählern automatisch aus, verarbeitet sie und leitet sie weiter. Zum Abruf der Messwerte unterhält die CentraPlus vier gleich konfigurierte, redundant ausgelegte Kommunikationsserver. Mit 40 Telefonleitungen und einem GPRS-Kanal bauen sie die Verbindung zu den Modems der Zähler auf.

Argos
Die automatisierte Lückenbeauftragung sorgt für eine hohe Datenqualität

Zählerabfrage im Halbstunden-Takt
Täglich, kurz nach Mitternacht, beginnt die Zählerabfrage. Damit das Pensum zuverlässig bewältigt wird, hat die CentraPlus eine Ablesestrategie definiert und im Argos-System abgebildet: Die Zähler werden in Ablesepaketen gebündelt und priorisiert. Damit ist sichergestellt, dass alle wichtigen Messstellen zuerst abgefragt werden. So parametriert liest Argos jede halbe Stunde mehrere hundert Zähler aus, bereitet die Messdaten auf und prüft sie auf Plausibilität. Letzteres geschieht anhand von Toleranzbändern, die im EDM-System zu den Zählern hinterlegt sind. Sie stehen in Argos zur Verfügung und ermöglichen es dem System, die eingelesenen Daten auf Konsistenz zu testen. Zeigen sich unplausible Werte oder fehlen Messwerte, werden Ersatzwerte oder vorläufige Werte gemäß VDEW 2 (bei Strom) oder G685 (bei Gas) gebildet und der Zähler erscheint im Prozessmanager, dem Nachbearbeitungscockpit von Argos. Bei diesen Fällen oder bei Störungen in der Übertragungstechnik wird die Fernauslesung bis zu dreimal täglich wiederholt, um doch noch „wahre“ Werte zu erhalten.

Datenübermittlung mit Übergabe-Check
Nach der Aufbereitung werden die Messdaten sofort an das Energiedatenmanagement-System (EDM) der N-ERGIE übertragen. Meistens ist diese Aufgabe vor sieben Uhr morgens bereits erledigt. So werden Engpässe bei der Datenübertragung an den N-ERGIE-Server vermieden und das Einhalten der Fristen wird erleichtert, denn spätestens mittags müssen die Lastgänge lückenlos vorliegen, damit Prognosen vervollständigt und Fahrpläne angemeldet werden können. Um den einwandfreien Transfer sicherzustellen, prüft das EDM-System die Vollständigkeit der eingegangenen Daten und meldet den korrekten Empfang (oder eine Fehlermeldung) an Argos.

Ursachenforschung bei Fehlern erleichtert
Bei Zählern, deren Werte sich nicht per Fernablesung erfassen ließen oder nicht plausibel erscheinen, geht das Team der Ursache zeitnah nach. Unterstützt wird es dabei durch den Argos-Prozessmanager, der auffällige Zähler auflistet und Hinweise auf die Störungsursache gibt. So ist beispielsweise zu sehen, ob die Telefonleitung gestört, das Modem defekt oder der Zähler ausgefallen ist. Auch ein fehlerhafter Anschluss der Phasen kann falsche Messwerte zur Folge haben. Ist der Einsatz eines Servicetechnikers erforderlich, wird ein Außendienst-Kollege mit der Fehlerbehebung beauftragt – unterstützt durch die Argos-Lösung für mobiles Workforce Management, die bei der CentraPlus ebenfalls im Einsatz ist.

Argos-Lösung deckt hohe Anforderungen ab
Schmohl lobt: „Argos führt den Prozess voll automatisiert durch. Seine Monitoring-Werkzeuge informieren uns kontinuierlich über den Stand der Arbeiten, erleichtern gezielte Korrekturen bei Problemfällen und ermöglichen dadurch kontinuierliche Prozessoptimierungen.“ Und damit die reibungslosen Abläufe auch künftig gewährleistet sind, hat Bittner+Krull einen Remote-Zugriff auf das CentraPlus-System. Softwareupdates, neue Module und neue Treiber lassen sich so schnell in den Produktivbetrieb einbringen. Den Beweis seiner Leistungsfähigkeit liefert das System Tag für Tag. „Heute beispielsweise hatten wir bei weniger als einem Prozent der Zähler eine Meldung zu Unregelmäßigkeiten“, berichtet Schmohl zufrieden.