Neue Aufgaben für Argos bei den Stadtwerken Münster und Lübeck

Die Stadtwerke in Münster und Lübeck setzen auf Argos WFM für die Arbeitsvorbereitung in Netzservice und Metering. Damit schließen sie eine Lücke in ihrer Systemlandschaft. Beide Stadtwerke verbinden mit der Systemerweiterung das Ziel, die Kosten zu reduzieren durch eine optimale Disposition der mobilen Arbeiten in Netzbau, Netzbetrieb und Messstellenbetrieb der Sparten Strom, Gas, Wasser, Fernwärme und der Telekommunikation.
Projektpartnerschaft mit der items GmbH
Bei der Einführung von Argos WFM übernimmt die items GmbH, Münster, im Auftrag der Stadtwerke Münster und Lübeck das Projektmanagement auf Kundenseite. Das Unternehmen ist Full-Service-Dienstleister für die IT von Energieversorgungsunternehmen und hat die beiden Stadtwerke bereits im Rahmen der Ausschreibung unterstützt. Dabei ging es nicht nur um leistungsfähige Software-Tools für die Arbeitsvorbereitung. Michael Hermes, als Leitender Berater in seinem Haus zuständig für Themen der Instandhaltung, beschreibt die langfristigen Ziele: „Beide Unternehmen haben eine Lösung für mobile Arbeiten im Einsatz, deren Fortbestand nicht dauerhaft gesichert ist. Wir suchten daher nach einem offenen System für die Arbeitsvorbereitung, das sich nahtlos in die aktuelle IT-Landschaft einfügt, und in der Lage ist, zukünftig nach und nach weitere Aufgaben eines Systems für mobiles Workforce Management zu übernehmen.”

Argos WFM um zusätzliche Funktionen bereichert
Die Erwartungen der items und ihrer Kunden waren hoch. Das neue System muss die definierten Soll-Prozesse in der Arbeitsvorbereitung maximal und mit hohem Komfort unterstützen. Keine Lösung „von der Stange” konnte die damit verbundenen Anforderungen erfüllen. Auch Argos wurde zum Zeitpunkt der Projektvergabe nicht allen Wünschen gerecht.
Doch letztlich überzeugte Bittner+Krull mit einer ganzheitlichen Umsetzungsstrategie, die auch die auftraggebenden SAP-Systeme umfasst:
- Für die SAP-Systeme (PM/CS und IS-U/PM) werden Add-ons zur Auftragserzeugung und Ergebnisverbuchung weiterentwickelt, die für eine tiefe Integration der Arbeitsvorbereitung in den Host sorgen.
- Die von den Stadtwerken Münster und Lübeck definierten Soll-Prozesse werden per Customizing in der Argos-Applikation abgebildet.
- Im Standardsystem Argos werden neue Funktionalitäten entwickelt, die es ermöglichen, komplexe Projektstrukturen bei den mobilen Arbeiten und die flexible Zusammenarbeit von Kolonnen und Teams komfortabel zu steuern.
Die Entscheidung für Argos war der Kick-off für die Planungsphase: Detailkonzepte wurden erstellt, die Datenübergabe zwischen Argos und den SAP-Systemen geklärt. Customizing und Entwicklungsarbeiten in Argos hat Bittner+Krull in enger Zusammenarbeit mit items umgesetzt: Der Testbetrieb des Systems steht kurz bevor.
Schrittweise Einführung von Argos WFM
In der ersten Projektstufe werden zunächst die Argos-Tools zur Arbeitsvorbereiung in Netzbau und Netzbetrieb eingeführt. Für die richtigen Materialien vor Ort sorgen die Materialverfügbarkeitskontrolle, die in Argos Auskunft gibt über die im SAP-System geführten Bestände, und die Disposition von Sondermaschinen und Fahrzeugen in der Plantafel. Die umfangreichen Projekte des Netzservice, bei denen die Effizienz der Ausführung von der richtigen Abfolge der Teilarbeiten abhängt, lassen sich mit den neuen Argos-Werkzeugen sicher disponieren und auswerten. „Wir werden auch von den Funktionalitäten zur dynamischen Teambildung profitieren”, so Hermes. Änderungen der Teamzusammenstellungen, etwa wegen Krankheit, Urlaub oder aufgrund des Schichtwechsels, lassen sich dann leicht organisieren. So stellt Argos sicher, dass vor Ort immer die richtigen Mitarbeiter zur richtigen Zeit die Arbeiten ausführen.
Aufträge dynamisch und automatisch zusammensetzen
Bereits in dieser Projektstufe werden Turnuswechsel von Zählern vor Ort komplett mit Argos Mobile bearbeitet. Darüber hinaus bereitet Bittner+Krull den umfassenden Einsatz der mobilen Argos-Komponente auch in anderen Prozessen vor. Die neue Argos-Version 8.1 kann beispielsweise Meldungen oder Aufträge aus SAP heraus annehmen und auf dem mobilen Endgerät in Abhängigkeit vom Geschäftsprozess und den „technischen Objekten” dynamisch darstellen. Michael Hermes gibt ein Beispiel: „Bei der Inspektion von Hausanschlüssen, ermittelt Argos die Sparte (Strom, Gas, Wasser, Wärme, Telekommunikation), die zum Objekt hinterlegten technischen Informationen und Inspektions-Checklisten." Dem Mitarbeiter vor Ort werden zukünftig die Informationen am Mobilcomputer in einer Baumstruktur angezeigt. Eine Checkliste gibt die zu erledigenden Arbeiten vor. Fehler an der Anlage werden im Formular protokolliert und als offene Maßnahme an SAP übertragen. Eingesetzt werden diese Werkzeuge zunächst im Netzservice. Weitere Ausbauschritte sind nach erfolgreichem Test in Planung.
